13 San Pedro de Atacama – Teil 1

Nach unserem Flug nach Calama im Norden Chiles, haben wir uns erstmal ein Taxi in die Stadt genommen, um noch einmal Geld vor dem Nichts abheben zu können und zu unserem Busterminal zu kommen. Calama ist eine Minenstadt mit dem weltweit größten Tagebau. Das soll aber auch dann schon alles gewesen sein hier…ansonsten bietet die Stadt nur viel Prostitution, Glücksspiel und teilweise relativ unsichere Straßenzüge. Auch unser Fahrer hat gemeint, wir sollten vorsichtig sein und lieber per Taxi oder Collectivo weiter fahren. Haben wir auch gemacht und kurz bevor wir dann mit unserem Bus weiter nach San Pedro de Atacama sind, haben wir noch einen kurzen Imbiss eingelegt, wo ich das größte Completo gegessen hab, was mir auf der gesamten Reise bis dahin untergekommen ist 😀

Monster-Completo

In San Pedro sind wir dann relativ spät in der Nacht angekommen und haben nur noch unser Hostel aufgesucht und geschlafen.

Am nächsten Tag sind wir dann los und haben uns erstmal eine neue Bleibe gesucht (das erste Hostel war doch etwas teuer). Anschließend haben wir die Tour 4 Tips für San Pedro mitgemacht und ein wenig über die Region gelernt und erfahren, dass das alles mal teils zu Peru und teils zu Bolivien gehört hat und von Chile in einem Krieg gegen diese beiden Länder erobert wurde. Noch heute gibt es Bemühungen seitens Bolivien, einen Meerzugang zu erlangen (um die hohen Steuern für Verschiffungen umgehen zu können). Das sollten wir dann auch später auf unserem Kurztrip nach Bolivien nochmal erfahren.

Während der Tour haben wir Claire kennengelernt, eine Französin, die uns erstmal eine Agentur empfohlen hat. Man muss nämlich wissen: In San Pedro selbst gibt es fast gar nix, aber die gesamte Umgebung bietet einen Haufen Ausflugsmöglichkeiten (Täler, Höhlen, Lagunen, etc.) und deswegen besteht die Stadt quasi nur aus Reiseagenturen, welche einem für viiiieeel Geld diese Touren anbieten. Also haben wir uns gleich mal ein wenig mit Claire abgesprochen und ein paar Touren gebucht. Am gleichen Tag haben wir daher eine Astronomie-Tour gehabt. Aufgrund der hohen Lage San Pedros (2300m), der Trockenheit und dem quasi ganzjährigen Fehlen von Wolken ist das Gebiet hervorragend geeignet für Sternenbeobachtungen, daher haben auch einige Länder hier erstmal ein riesen Radioteleskop aufgebaut – das ALMA Observatorium. Das haben wir jedoch nur aus der Ferne gesehen, wir haben nur eine kleinere Tour außerhalb der Stadt mit ein paar Teleskopen gehabt und einige Fakten über den südlichen Sternenhimmel von einem Guide erfahren.

Astronomie Tour

An unserem zweiten Tag in der Atacama (Montag, der 3. April) haben wir dann das Valle de la Luna mitgemacht. Hier sind wir durch einige Höhlen gelaufen, die voller Salzablagerungen waren, sind eine Sanddüne entlang und haben einiges über die Umgebung erfahren (die verschiedenen Gebirgs- und Hügelketten). Der Höhepunkt war dann abends der Sonnenuntergang (und die Massen an Touristen, welche sich für Fotos totgetrampelt haben). Aber eins-zwei Fotos sind mir dann doch gelungen ohne Menschen 😉

Grad mal ohne Touristen

Am Dienstag ging es dann gleich weiter (nach einem echt wahnsinnig gutem Frühstück – die haben doch tatsächlich eine französische Bäckerei im Ort) zum Valle del Arcoiris. Dort haben wir von Lasse, einem Freund von Claire und seines Zeichens ein gebürtiger Tübinger, etwas über die geologischen Strukturen in der Region erfahren (und nebenbei auf dem Weg dahin gaaaaaaaaaaaanz viele Lamas gesehen). Außerdem haben wir Wandmalereien betrachtet, die mehrere hunderte bis tausende Jahre alt sind.

Der italienische Felsen 😉

Da wir doch relativ viel gemacht haben in San Pedro (mit unserem Kurztrip nach Bolivien sind wir hier doch ganze 11 Tage hier geblieben. Aber davon später mehr 😉

Dieser Beitrag wurde unter Chile - Blog 01 veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Ein Kommentar zu 13 San Pedro de Atacama – Teil 1

  1. Irmgard Jacobi sagt:

    Eindrucksvolle Bilder! Ihr seit zu bewundern (wegen der Gepaecktransporte) und zu beneiden wegen der Erlebnisse.
    V.G. aus Gan Canaria

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.